Ruderboote der FRGS auf dem Bodensee 2020

2020 Mehrtagesfahrt

Wanderfahrt auf dem Bodensee

  • 217 km
  • 5 Tage
  • Bodensee
  • Baden-Württemberg

Für 2020 hatten die Ruderwanderwarte eine besondere Tour ausgearbeitet: Start und Ziel Konstanz, gerudert werden sollte von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, 217 Kilometer waren zu bewältigen. Wer je eine Wanderfahrt organisiert hatte, war ein Jahr im Voraus in die Planung eingebunden. Drei Teams pro Boot kamen zusammen, der Altherrenstammtisch übernahm den Fahrdienst des Landdienstes — einige von ihnen hatten den Bodensee in jüngeren Jahren mit dem Rennrad umrundet oder waren bei der legendären Hochwasserfahrt Anfang der 1980er dabei gewesen.

Aufriggern in Konstanz

Am Dienstag wurde verladen: Leinen, Ersatzskulls und -ausleger, Bootshaken — an alles wurde gedacht. Mittwochabend fand das Aufriggern bei den Naturfreunden Konstanz statt. Damit bei starkem Wellengang kein Wasser überschwappt, wurden die Ausleger der großen Boote mit Frischhaltefolie umwickelt, eine Technik, die sich beim Härtetest 2016 auf der Schlei bewährt hatte. Übernachtet wurde individuell — vom Matratzenlager im Umkleideraum bis zum Hotel.

Von Konstanz nach Bregenz

Pünktlich 30 Minuten vor Sonnenaufgang saßen die ersten in den Booten. Nach einem Kilometer war die Landesgrenze zur Schweiz überquert, es folgten Bottighofen und Münsterlingen im leichten Frühnebel bei knapp 15 Grad. In Romanshorn fand nach 18 Kilometern der erste Mannschaftswechsel statt, der Landdienst hatte Kaffee und belegte Brötchen organisiert. Das Naturschutzgebiet von Altenrhein beeindruckte durch seinen Vogelreichtum. Die Temperatur näherte sich der 30-Grad-Marke, der Ostwind sorgte für Kühlung. Nach 52 Kilometern wurde in Bregenz zum letzten Mal gewechselt, dann waren es noch sieben Kilometer bis Lindau.

Über Friedrichshafen nach Bodmann

Am Freitag ging es vorbei an Wasserburg, Nonnenhorn und Schloss Montfort nach Friedrichshafen, wo der Landdienst mit einer ausgiebigen Vesper wartete. Zwei Boote fuhren die 40 Kilometer bis Überlingen nonstop. Weiter an Fischbach und Immenstaad vorbei landeten alle vier Boote innerhalb von 20 Minuten am Campingplatz Meersburg — Kaffee und Kuchen vom Landdienst. Die Fähre nach Konstanz klang verlockend, wurde aber ohne große Probleme umrudert. An den Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit vorbei ging es die letzten 18 Kilometer nach Bodmann, wo im Garten mit Seeblick Bodenseefelchen gegrillt wurden.

Mainau, Untersee und zurück

Am Samstag ließen wir nach 15 Kilometern die Insel Mainau an Steuerbord liegen. Der Wind drehte auf Süd und schob Wellen auf die Backbordseite — die Frischhaltefolie bewährte sich, auch wenn sich manchmal der Wind darin fing. Am Sonntag war es fast 25 Grad warm, der Wind auf West gedreht. Über den Untersee ging es nach Stein am Rhein, in Gaienhofen war das Otto-Dix-Haus am Berghang zu sehen, in Wangen gab es Frühstück am Campingplatz.

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