Ruderboote auf der Mosel bei Schwebsange in Luxemburg 2023

2023 Mehrtagesfahrt

Ein Wochenende an der Mosel in Luxemburg

  • 38 km
  • 2 Tage
  • 8 Teilnehmer
  • Mosel
  • Ausland

Eine kleine Gruppe der FRGS machte sich auf den Weg, einen ehemaligen Ruderkameraden in seinem neuen Heimatrevier zu besuchen und auf der Mosel zu rudern. Am Samstagmorgen ging es früh in Frankfurt los, sodass wir bereits um 9:15 Uhr das Ziel in Schwebsange erreichten, den Luxembourg International Rowing Club. Ein großes „Hallo" auf das Wiedersehen — und Nebel über der Mosel.

Ohne Steuer, mit Man-Power

Die Boote des Vereins liegen auf Racks im Freien, festgebunden, damit der Wind sie nicht mitnimmt. Mit fünf Ruderern des LIRC machten wir drei Boote klar. Der Steuersitz blieb unbesetzt, und so ruderten wir ohne Steuer, aber mit Man-Power — ungewohnt, aber machbar.

Der verdammte Hebel

Ziel des ersten Tages war Ehnen, an Remich vorbei, flussabwärts mit einer Schleuse bei Stadtbredimus. Die Sportbootschleuse funktionierte, indem man vom Boot aus einen grünen Hebel an der Schleusenwand betätigte. Feinarbeit und Zielgenauigkeit waren gefragt — der Gedanke dabei war schlicht: „Komm her, du verdammter Hebel, bevor ich ins Wasser falle!" Alles funktionierte tadellos, sogar zwei Boote schleusten zusammen, was schon eng war.

Weinhänge und Kalkfelsen

Dann mäanderten wir die Mosel entlang, vorbei an Weinhängen und Kalkfelswänden, teils auf der deutschen, teils auf der luxemburgischen Seite. Es war ein Genuss: außer uns nur wenige Boote, glattes Wasser, schöne Landschaften. In Ehnen gelangten wir über eine Rampe an Land — ein rutschiges Unterfangen, das nasse Hosen zur Folge hatte. Sonne und Schwitzen am letzten Septembertag auf der Mosel. Zurück im Heimathafen Schwebsange standen 28 Kilometer auf der Ruderuhr, und es gab für alle gekühlten Apfelwein — man muss schließlich wissen, wo man herkommt.

In fünf Minuten durch drei Länder

Am Sonntag standen wir um 10:30 Uhr am Bootshaus bereit, das beim LIRC aus einem Container besteht: Werkstatt, Büro mit Fahrtenbuch in Papierform, Clubraum und Umkleide — alles vorhanden, nur auf engstem Raum. Mit zwei Booten ruderten wir bei strahlender Sonne flussaufwärts Richtung Schengen zum Dreiländereck Deutschland–Frankreich–Luxemburg. Wir waren also innerhalb von fünf Minuten in drei Ländern unterwegs — eine entspannte kleine Ausfahrt von zehn Kilometern.

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