Gemeinsame Wanderfahrt der HRV / FRGS auf der Saale

15. - 17.08.2014

Bilder von der Wanderfahrt finden sich in der Galerie.

Nach gut einjähriger Planung war es am Freitag, den 15. August 2014 so weit: Der erste Tag der gemeinsamen Wanderfahrt der FRGS und der Halleschen Rudervereinigung Böllberg von 1884 und Nelson von 1874 e.V. (HRV Böllberg / Nelson) war angebrochen. Wir – das waren: Martina Hofmann, Silke Walter, Marja Ahlroos, Andreas Gewies, Gerhard Muth, Axel Bretzke, Stefan Siebrecht, Götz Marquardt und Christian Scholz – reisten mit der Bahn aus Frankfurt nach Halle, Karin und Jürgen Meyer nahmen den Weg aus Bamberg mit dem Auto. Vor Ort wurden die Bahnfahrer durch Markus, den Sohn unseres Veranstaltungsleiters Dr. Sven Holtschke, freundlich in Empfang genommen und mit einem weiteren Großraumtaxi zu unserem Quartier, das auch Sven für uns gebucht hatte, gebracht. Die Ankunft in Halle lässt erahnen, dass Sven nichts dem Zufall überließ. Drei Tage waren minutiös durchgeplant, alles lief reibungslos (obwohl … aber hierzu später).


Nach Begrüßung der Eheleute Meyer, Bezug der Zimmer und kurzer Kaffeepause machten wir uns auf den Weg zur HRV Böllberg / Nelson, wo wir durch Sven und seine Frau Sabine herzlich empfangen und nebst Steuermann Thoni (Hans Dieter Thondorf) auf drei Boote für eine erste Ausfahrt verteilt wurden. Die beschaulichen ersten zwölf Kilometer brachten wir wie im Fluge und mit Thonis instruktiven Erläuterungen hinter uns. Anschließend verluden wir noch die Boote für den nächsten Tag, verabschiedeten uns für einen kurzen Kleidertausch im Quartier und fanden uns am Abend in der Innenstadt ein. Dort erhielten wir eine fachkundige Stadtführung durch Sabine, Sven und Thoni, denen Ihre Verbundenheit mit ihrer Stadt anzumerken war (und die an nahezu jeder Ecke erkannt wurden). Bei dem anschließenden Abendessen lernten wir zwei weitere Hallenser Kameraden kennen, Anke und Guido Friedrich, die auch am nächsten Tag dabei sein sollten. Im Übrigen verbrachte Jens Bastet, der frühere Schriftführer der FRGS, der jetzt in Halle lebt, den Abend mit uns.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit sämtlichen Hallenser Kameraden (Anke Dietrich, Sabine Holtschke, Katrin Hübler, Ines Vogel, Andreas Dietrich, Guido Friedrich, Jürgen Hentze, Sven Holtschke, Lutz Kalina, Ingo Kirsten, und Hans Dieter Thondorf) am Bootshaus. Von dort wurde ich mit einem Teil der Gruppe zum Zug nach Naumburg gebracht, der übrige Teil der Gruppe fuhr mit dem Vereinsbus und den Booten dorthin. Transfer zum Bootshaus des Rudervereins Rot-Weiß 08 e.V., Kurzes Aufriggern (oder „Anbauen“ wie man in Halle sagt), und los ging es flussaufwärts auf der Saale zur Mündung der Unstrut, einige Kilometer auf der Unstrut selbst, dann wieder zurück nach Naumburg. Von dort fuhren wir bei idealem, sonnigen Wetter (das lediglich durch einen kurzen Schauer unterbrochen wurde, der aber  vermutlich dank Svens Planung – exakt während unserer Mittagsrast im Unterstand des Weißenfelser Ruder-Verein 1884 e.V. niederging) flussabwärts, durch eine malerische Landschaft, vorüber an Weißenfels bis nach Bad Dürrenberg, wo die erste, gemeinsame Etappe nach gut 40 Kilometern am Gelände des Kanu-Clubs Bad Dürrenberg e.V. endete.

Am Samstagabend waren wir zum Grillabend am Bootshaus eingeladen. Sven hatte auch hier nichts dem Zufall überlassen: Es gab reichlich Bier, Wurst und Fleisch in bester Qualität, dazu leckere, selbstgemachte Salate. Die Frankfurter trugen mit importiertem Handkäse mit Musik und Apfelwein („Schobbe“) zum kulinarischen Teil des Abends bei. Der Handkäse wurde kritisch beäugt aber allseits verkostet, der Apfelwein erfreute sich bei einigen Kameraden durchaus einer gewissen Beliebtheit (zumindest blieb nichts übrig – dafür mögen aber auch die durstigen Frankfurter gesorgt haben). Der Abend klang stimmungsvoll mit auf der Saale schwimmenden Windlichtern (wären sie nicht durch andere Feiernde eingesetzt worden, hätte Sven sicher auch dies organisiert) und durch Jürgen Hentze ausgeschenkten Sherry aus.

Der Sonntagmorgen begann mit einem Fußmarsch zum Bootshaus. Von dort erfolgte der Transfer zu den Booten in Bad Dürrenberg zum Beginn der zweiten Etappe. Karin Meyer konnte an diesem Tag sogar als Steuerfrau mitfahren, da Lutz Kalina in den Urlaub fahren „musste“. Sie steuerte den „Senior“ der Hallenser Kameraden, also das Boot, das sich während zwei Tage eindeutig olympiaverdächtig gezeigt hatte. Selbst Karins Versuch, das Boot zwischen zwei Brückenpfeilern festzufahren, warf den „Senior“ kaum zurück. Durch drei Schleusen (bei einer davon mit erheblicher Wartezeit  nur in diesem Punkt verlief die Planung nicht ganz nach Svens Vorstellungen, wir Frankfurter hätten das nicht einmal gemerkt, die Wartezeiten vor den Schleusen auf dem Main sind oft bedeutend länger), vorüber an dem früheren Leuna-Gelände fuhren wir zu unserer Mittagsrast zum Bootshaus der Merseburger Rudergesellschaft e.V. Dort gab es die durch Sven vorbestellte, gute Suppe zur Stärkung. Anschließend verblieben noch etwa 15 Kilometer bis zum Bootshaus der HRV Böllberg / Nelson, davon sechs auf der uns vom Freitag schon bekannten Hausstrecke der HRV. Glücklich gelandet wurden wir mit der Versicherung, dass wir so etwas wieder gemeinsam machen wollen – nämlich am 1. Mai des nächsten Jahres in unseren Gefilden – unter die Dusche und nach Hause entlassen, natürlich nicht, ohne dass Sven uns noch den Transfer zum Bahnhof organisiert hätte.

Rückblickend – rechtschaffen müde von den letzten Tagen – haben wir im Zug die Erlebnisse kurz wie folgt zusammengefasst: Großartig! Vielen Dank an die Hallenser Kameraden für die Organisation und die Durchführung und natürlich für die herzliche Aufnahme. Euch ein dreifaches (vor Ort auch intoniertes) Hipp, Hipp, hurra! und herzlich willkommen in Frankfurt.

 

Christian Scholz